Jedes Jahr entscheiden sich immer mehr Frauen, erst später im Leben Mutter zu werden. Diese Entscheidung ist immer schwierig, da es dabei nicht nur um die Gesundheit der Mutter, sondern auch um das Wohl des zukünftigen Kindes geht.

Ein prominentes Beispiel für eine solche Entscheidung war die 65-jährige Deutsche Annegret Raunigk, die beschloss, noch einmal Mutter zu werden. Diese Entscheidung wurde durch den Wunsch ihrer neunjährigen Tochter inspiriert, einen Bruder zum Spielen zu haben. Trotz ihres Alters entschloss sich Annegret zu diesem Schritt, der später für viel Aufsehen sorgte.

Zum Zeitpunkt der Geburt ihrer Vierlinge hatte Annegret bereits 13 Kinder aus verschiedenen Beziehungen. Ihr Wunsch, ihrer Tochter den Traum von einem Bruder zu erfüllen, war jedoch so stark, dass sie sich trotz Kritik und Bedenken von Spezialisten für eine künstliche Befruchtung entschied. Dafür musste sie ins Ausland gehen, da dieser Eingriff in Deutschland verboten war.

Zu diesem Zeitpunkt hatte Annegret bereits sieben Enkelkinder und ihre Entscheidung ließ niemanden gleichgültig, weder die Gesellschaft noch die Ärzte. Viele äußerten Bedenken hinsichtlich der Gesundheit der Frau und möglicher Risiken für die Kinder. Annegret selbst blieb jedoch bei ihrer Position und erklärte, dass jeder das Recht habe, selbst zu entscheiden, wann und wie er Kinder bekommen wolle.
Nach dem erfolgreichen Abschluss ihrer Schwangerschaft war Annegret die älteste Frau der Welt, die Vierlinge zur Welt brachte – drei Jungen und ein Mädchen. Das Ereignis stellte einen neuen Rekord auf und war ihrer Aussage nach nicht nur die Erfüllung ihres Traums, sondern auch des Traums ihrer Tochter.

Interessanterweise wurde der bisherige Europarekord von einer Frau aus Frankreich gehalten, die im Alter von 62 Jahren ein Kind zur Welt brachte, während der Weltrekord von einer Frau aus Indien gehalten wurde, die im Alter von 70 Jahren Zwillinge zur Welt brachte.